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22. August 2026

Julia Irmler wird als Ersatzfrau für die A-Weltmeisterschaft nominiert

Julia Irmler (4. von links) nach ihrem Bronzeerfolg bei der diesjährigen U23 WM. Foto: meinruderbild.de
Julia Irmler (4. von links) nach ihrem Bronzeerfolg bei der diesjährigen U23 WM. Foto: meinruderbild.de

Nur wenige Wochen nach ihrem großen Erfolg bei der U23-Weltmeisterschaft in Duisburg folgt für Julia Irmler bereits der nächste Meilenstein ihrer Ruderkarriere: Die Athletin des Ruder-Club Witten wurde vom Deutschen Ruderverband als Ersatzfrau für das Riemen-Team der deutschen Nationalmannschaft bei der A-Weltmeisterschaft in Amsterdam nominiert. Damit gehört die erst 21-Jährige erstmals zum deutschen Aufgebot für eine Weltmeisterschaft in der offenen Altersklasse.

Die Weltmeisterschaften finden vom 24. bis 30. August 2026 auf der traditionsreichen Bosbaan in Amsterdam statt. Mehr als 800 Athletinnen und Athleten aus über 60 Nationen werden dort erwartet. Für Julia bedeutet die Nominierung den nächsten Schritt vom erfolgreichen U23-Bereich in die internationale Spitze der Erwachsenenklasse.

Dass die Wittenerin inzwischen auch im Kreis der A-Nationalmannschaft angekommen ist, kommt nach ihrer Entwicklung der vergangenen Jahre nicht völlig überraschend. Bereits bei der entscheidenden U23-Rangliste des Deutschen Ruderverbandes hatte Julia gemeinsam mit Charlotte Johnson im Zweier ohne Steuerfrau welklasse Leistungen gezeigt. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften folgten Gold im U23-Achter und Silber im Vierer ohne Steuerfrau. Den bisherigen Höhepunkt der Saison erreichte sie schließlich Ende Juli bei der U23-Weltmeisterschaft in Duisburg. Dort gewann sie mit dem deutschen Frauen-Achter vor heimischer Kulisse die Bronzemedaille.

Besonders bemerkenswert ist dabei Julias Entwicklung im Riemenrudern. Seit ihrem Wechsel an die University of California, Berkeley, wo sie studiert und im leistungsstarken amerikanischen College-System rudert, hat sie sich insbesondere in den Großbooten enorm weiterentwickelt. Der Achter spielt im US-amerikanischen Universitätsrudern eine zentrale Rolle – Erfahrungen, die Julia inzwischen auch erfolgreich in die deutschen Nationalmannschaften einbringt.

Als Ersatzfrau gehört sie in Amsterdam zwar zunächst nicht zur regulären Besetzung eines Wettkampfbootes. Dennoch ist bereits die Berufung in das WM-Aufgebot ein großer Erfolg: Sie muss während der gesamten Weltmeisterschaft bereit sein, bei Bedarf in eines der deutschen Riemenboote einzuspringen und sich damit auf dem Leistungsniveau der A-Nationalmannschaft behaupten.

Auch die Kulisse dürfte besonders werden. Die Niederlande sind eine der großen Rudernationen Europas und die Bosbaan besitzt eine lange internationale Regattatradition. Nach 1977 und 2014 wird dort zum dritten Mal eine Ruder-Weltmeisterschaft ausgetragen. Entsprechend ist mit zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern und einer besonderen Atmosphäre zu rechnen.

Für den Ruder-Club Witten ist Julias Nominierung ein weiterer Grund zur Freude. Von Deutschen Meistertiteln über den vierten Platz bei der U23-WM 2025 und die diesjährige U23-WM-Bronzemedaille führt ihr Weg nun erstmals bis in das Aufgebot für die Weltmeisterschaften der offenen Altersklasse.

Der gesamte RCW gratuliert Julia zu dieser besonderen Nominierung und wünscht ihr und der deutschen Nationalmannschaft viel Erfolg in Amsterdam!

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