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27. Juli 2026

Julia Irmler gewinnt WM-Bronze vor heimischem Publikum in Duisburg

Julia Irmler (4. von links) auf dem Weg zur Bronzemedaille auf der U23 WM in Duisburg. Foto: meinruderbilde.de
Julia Irmler (4. von links) auf dem Weg zur Bronzemedaille auf der U23 WM in Duisburg. Foto: meinruderbilde.de

Julia Irmler hat bei den U23-Weltmeisterschaften vom 23. bis 26. Juli auf der Regattabahn in Duisburg die Bronzemedaille im Frauen-Achter gewonnen. Nach dem vierten Platz im vergangenen Jahr belohnte sich die 21-Jährige damit erstmals mit einer WM-Medaille im Großboot und sorgte zugleich für einen der größten Erfolge des RCW der vergangenen Jahre.

Nachdem Julia Irmler bereits bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Ende Juni mit Gold im Achter und Silber im Vierer ohne Steuerfrau überzeugt hatte, führte ihr Weg folgerichtig erneut in die Nationalmannschaft. Gemeinsam mit Charlotte Johnson (Frankfurter RG Germania), Lanea Estelle Rüter (Ruder-Club Tegel), Daniela Thiermann Estatuet (Der Hamburger und Germania RC), Sara Grauer (RV Münster), Nike Tomma Utesch (Der Hamburger und Germania RC), Florentina Riffel (RC Potsdam) und Alina Krüger (RV Kappeln) sowie Steuerfrau Emma Lauri Mehner (Dresdner RC) vertrat sie die deutschen Farben im Frauen-Achter.

Da lediglich sechs Nationen gemeldet hatten, war das Finale bereits vor dem ersten Start erreicht. Im Bahnverteilungsrennen am Donnerstag machte die deutsche Mannschaft mit Rang drei bereits auf sich aufmerksam und sicherte sich eine gute Ausgangsposition für das Finale.

Dort bestätigte das von Catriona Sens betreute Boot seine starke Entwicklung eindrucksvoll. Über die gesamte Strecke lieferte sich die deutsche Crew ein hochklassiges Rennen mit der internationalen Konkurrenz. Nachdem sich das Boot zunächst deutlich von Kanada absetzen konnte, gelang es im weiteren Rennverlauf sogar, den Rückstand auf Großbritannien immer weiter zu verkürzen. Am Ende überquerte der deutsche Achter nach 6:14,31 Minuten als Dritter die Ziellinie und gewann damit die Bronzemedaille.

Für Julia Irmler hatte dieser Erfolg eine ganz besondere Bedeutung. Im vergangenen Jahr hatte das deutsche Boot das Podium noch denkbar knapp verpasst. Entsprechend groß war die Freude diesmal.

„Das Rennen hat total viel Spaß gemacht, es war eins von denen, wo einfach alles gut läuft. Besonders sich von den Kanadierinnen abzusetzen war sehr belohnend, weil wir ja letztes Jahr so knapp gegen sie das Podium verpasst haben. Am Ende sind wir dann fast noch an die Engländerinnen herangefahren, obwohl sie uns im Bahnverteilungsrennen noch sieben Sekunden abgenommen hatten. Über die Ziellinie zu fahren und eine Medaille zu bekommen war deshalb doppelt so viel wert wie sonst. Wir sind wirklich alle super zufrieden und stolz, den Frauen-Riemenbereich so repräsentieren zu können.“

Bemerkenswert ist Julias Entwicklung auch abseits der Nationalmannschaft. Seit inzwischen drei Jahren studiert sie an der renommierten University of California, Berkeley, einer der angesehensten Universitäten der USA. Dort hat sie sich insbesondere im Riemenrudern enorm weiterentwickelt, das im amerikanischen College-Rudern traditionell einen sehr hohen Stellenwert besitzt. Die Erfahrungen aus Berkeley haben entscheidend dazu beigetragen, dass sie sich inzwischen auch auf internationalem Spitzenniveau im Achter etabliert hat.

Mit der Bronzemedaille vor heimischem Publikum setzt Julia Irmler ihre beeindruckende Erfolgsgeschichte fort und unterstreicht einmal mehr ihre Rolle als Aushängeschild des Ruder-Club Witten. Der gesamte Verein gratuliert herzlich zu diesem herausragenden Erfolg.

Fotos: meinruderbild.de

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