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09. Juli 2026

Bundeswettbewerb 2026 in Münster

Laura Büttner nach ihren Sieg im C-Finale. Foto: Meinruderbild.de
Laura Büttner nach ihren Sieg im C-Finale. Foto: Meinruderbild.de

Vom 3. bis 5. Juli trafen sich mehr als 1.100 junge Ruderinnen und Ruderer zum Bundeswettbewerb in Münster. Bei der wichtigsten nationalen Regatta im Kinderrudern war auch der Ruder-Club Witten mit drei Booten im Team Nordrhein-Westfalen vertreten. In großen und teilweise äußerst stark besetzten Feldern sammelten die Wittener Sportlerinnen und Sportler wichtige Erfahrungen und konnten sich mehrfach in ihren jeweiligen Finalrennen weit vorne platzieren.

Der Bundeswettbewerb unterscheidet sich dabei von klassischen Regatten. Zunächst entscheidet die 3.000 Meter lange Langstrecke über die Einteilung der Finalrennen. Die schnellsten Boote qualifizieren sich für das A-Finale, die folgenden Boote treten entsprechend in den weiteren Finals gegeneinander an. Gerade bei großen Teilnehmerfeldern kommt somit bereits der Langstrecke eine entscheidende Bedeutung zu.

Mit großen Ambitionen war Semih Beck im Leichtgewichts-Einer der Jungen des Jahrgangs 2012 nach Münster gereist. Der Wittener hatte im vergangenen Jahr den Bundeswettbewerb gewonnen und gehörte nach seinen starken Saisonleistungen erneut zum Kreis der Favoriten. Ausgerechnet am Tag vor der Regatta wurde Semih jedoch von einem Infekt ausgebremst und musste zunächst darum kämpfen, überhaupt halbwegs fit an den Start gehen zu können.

Unter diesen schwierigen Voraussetzungen gewann er auf der 3.000-Meter-Langstrecke zwar seine Abteilung, belegte im Zeitvergleich der insgesamt 24 Teilnehmer jedoch den sechsten Platz. Damit verpasste er die Qualifikation für das A-Finale und musste im B-Finale antreten. Dort zeigte Semih noch einmal seine Klasse und gewann sein Rennen überlegen. Der Gesamtsieg ging in diesem Jahr nach Mecklenburg-Vorpommern vor einem Boot aus Berlin. Auch wenn Semih sein großes Ziel unter den Umständen nicht erreichen konnte, verabschiedete er sich mit einem deutlichen Sieg aus seinem letzten Bundeswettbewerb.

Ebenfalls im Einer ging Laura Büttner im Leichtgewicht der Mädchen des Jahrgangs 2013 an den Start. Das Feld der 13 Boote war qualitativ außergewöhnlich stark besetzt. Teilweise erreichten die Einer auf der Langstrecke sogar Zeiten, die über denen einiger Doppelzweier lagen. Laura zeigte über die 3.000 Meter ein gutes Rennen und blieb nur knapp hinter der amtierenden Landesmeisterin aus Mülheim. Im engen Zeitvergleich bedeutete dies dennoch lediglich Rang zehn und damit die Einteilung in das C-Finale. Dort ließ die Wittenerin jedoch keinen Zweifel an ihrer Leistungsfähigkeit aufkommen und gewann ihr Rennen souverän.

Das dritte Wittener Boot bildeten Simon Beerwerth, Ilyas Beck, Lilien Nierzwicki und Josephine Kneiphoff mit Steuerfrau Charlotte Plutka im Mixed-Vierer der Jahrgänge 2013 und 2014. In dem 20 Boote starken Feld traf die junge Wittener Mannschaft auf starke Konkurrenz aus dem gesamten Bundesgebiet. Gerade gegenüber einigen Booten aus Sachsen und Sachsen-Anhalt war der körperliche Unterschied deutlich zu erkennen. Dennoch kämpfte sich das RCW-Quintett über die anspruchsvolle Langstrecke auf den 16. Platz. Im anschließenden D-Finale bestätigte die Mannschaft ihre Leistung und ruderte auf einen guten zweiten Rang.

Auch die äußeren Bedingungen forderten die jungen Sportlerinnen und Sportler sowie das Organisationsteam. Kurz vor dem Ende der Regatta am Sonntag musste der Bundeswettbewerb aufgrund von Starkregen vorzeitig abgebrochen werden.

In der Länderwertung bestätigte Nordrhein-Westfalen erneut seine starke Stellung im deutschen Nachwuchsrudern. Das Team NRW belegte hinter Sachsen-Anhalt den zweiten Platz und setzte sich dabei vor Bayern durch.

Für den Wittener Nachwuchs steht nun noch die gemeinsame Regatta von Bochum und Witten am 18. und 19. Juli auf dem Programm. Anschließend geht es in die Sommerferien. Für Semih Beck und die weiteren Sportlerinnen und Sportler des Jahrgangs 2012 endet damit zugleich ihre Zeit im Kinderrudern. Nach dem Sommer wartet mit dem Wechsel in den Juniorenbereich der nächste große Schritt ihrer sportlichen Entwicklung.

 

Fotos: meinruderbild.de

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