Marcel berichtet aus Brest
Marcel van Delden, als RCW-Mitglied mit dem holländischen Nationalteam bei der U23-WM in Weißrussland, hat uns einen weiteren Bericht geschickt.Hallo alle zusammen,
wir sind seit Montag Nacht in Weißrussland. Nachdem wir 4 Std. auf dem Warschauer Flughafen auf unsere Koffer, die in Amsterdam vergessen wurden, warten mussten, dann 4,5 Std. von dort bis zur Grenze mit einem Reisebus, durschnitttlich 50km/h, gefahren sind, dort nochmal fast 2 Std. warten mussten, waren es noch 15min bis zum Hotel, wo wir dann um Mitternacht ankamen.
Aber hier ist alles super organisiert. Zum Beispiel hat jedes Team zwei ortskundige, englisch sprechende (das ist wirklich selten in Weißrussland) Begleiter und jede halbe Stunde fährt ein Shuttle-Bus vom Hotel zur Bahn.
Die Bahn oder besser gesagt der Ruderkomplex ist der Wahnsinn. 10 sehr breite Bahnen und daneben ein Kanal zum Hoch- und Warmfahren, der ungefähr 8 Bahnen breit ist. Es gibt eine seperate Wiese zum Waschen der Boote mit mehreren Wasserschläuchen, unzählbar viele Warmfahr-Ergos, zwei Riesen Bootshallen mit Matten zum Entspannen und Strechen. Außerdem gibt es hier Startschuhe. Also was das betrifft alles Topbedingungen.
Wir residieren hier im Hotel Vesta, was angeblich das beste und luxuriöseste der Stadt ist (hier verbleiben auch alle Officials).
Aber da wir hier in Weißrussland sind, bedeutet das nicht allzuviel. So haben wir auch keine Klimaanlage, was bei deutlich über 30°C schon unangenehm ist. Nachts kühlt es in unserem Zimmer auch nicht unter 29°C ab.
Das Essen in Weißrussland ist zwar sehr fettig, aber wir haben schon mit den Leuten im Hotel verhandelt, dass es mehr Pasta mit roter Soße gibt.
Haben gestern und heute natürlich auch schon Runden auf der Bahn gedreht und die anderen Teams observiert. Die Auslosung ist heute Nachmittag um 16 Uhr.
In unserem Feld sind 15 Boote (Weißrussland, Kanada, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Großbritanien, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Polen, Schweiz, Slovakai, USA und wir).
Das bedeutet es gibt Morgen drei Vorläufe, in denen die ersten drei Boote direkt ins Halbfinale am Samstag kommen. Die insgesamt übrigen 6 haben am Freitag Hoffungslauf bei dem wieder die ersten 3 ins Halbfinale kommen. Am Sonntag sind dann A und B Finale.
Ob wir heute Abend zur Eröffnungsfeier gehen wissen wir noch nicht, da wir schon die Probe mitbekommen haben.
Nachdem wir morgen unser Rennen voll Gas gefahren sind, werde ich euch wissen lassen wie es gelaufen ist.
Dem Achter wünsche ich natürlich ganz viel Erfolg in Hamburg, auf das ihr eure Steigerung weiter fortsetzt.
rudersportliche Grüße
Marcel
